Tinnitus ist meistens subjektiv

Nur der Betroffene kann die Töne hören und es ist darum schwierig, die Töne zu messen oder bei einer Tinnitusbehandlung zu beschreiben. Um dennoch eine Art Klassifizierung des Tinnitus zu erreichen, lässt man die Betroffenen Vergleiche ziehen, nach der Art der Geräusche. Der Arzt spielt Testtöne in verschiedenen Frequenzen ab, wie die, einer Waschmaschine, eines Computers oder die einer Mücke. In sehr seltenen Fällen kann der Arzt auch eine objektive Quelle der Töne ausmachen, das heißt, er kann sie auch hören. In diesen Fällen spricht man von einem objektiven Tinnitus. Die Ursachen des objektiven Tinnitus können verengte Arterien oder Blutgefäße sein, die in der Nähe des Ohrs ein Zischen oder Rauschen verursachen. Das Leiden unter dem Tinnitus hängt einmal vom Schweregrad der Symptome ab, aber auch von der Tagesform des Betroffenen. Um den Schweregrad festzustellen, haben Ärzte eine Skala von eins bis vier aufgestellt und Vergleiche zwischen Patienten gezogen. Vom ersten Grad spricht man, wenn der Betroffene von einem Tinnitus spricht, welcher ihn aber nicht beeinflusst. Dies ist eine sehr häufige Form des Tinnitus. Im zweiten Grad wirken die Ohrgeräusche störend auf den Betroffenen. Ein geringerer Prozentsatz spricht hierbei über einen Tinnitus, der sie stört, welches vermehrt auftritt unter stressigen Situationen oder Situationen, in denen die Psyche stark belastet wird. Entstehen hieraus Probleme für den Betroffenen, die er auf den Tinnitus zurückführt, spricht man von einem Tinnitus im dritten Grad. Im vierten Grad haben diese Zustände körperliche und psychische Auswirkungen auf den Betroffenen. Er leidet unter Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Angst und anderen Schmerzen. Auch Depressionen oder Suizidgedanken können eine Folge sein.