Virtueller Server – Wo sind die Schwachstellen ?
Wer als Firma nach einem herausragenden Auftritt strebt, kann dieser Tage auf eine Server-Lösung nicht wirklich verzichten. Wer sich nach einem Server umsieht, muss sich ein bisschen aufklären lassen – bekanntermaßen gibt es mehrere Begriffe wie Managed Server, Virtueller Server, Dedicated Server oder Shared Server am Markt. Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet man mit einem Server zwei Dinge: Da ist auf der einen Seite die Server-Software, die auf einem Rechner installiert ist, zum anderen spricht mit dem Begriff Server auch exakt von diesem Computer, wo das Programm installiert wurde. Als Abgrenzung wird die Server-Hardware als Host benannt. Meist erkennt man ausschließlich aus dem Sachverhalt heraus, ob man vom Server oder vom Host spricht.
Im World Wide Web arbeitet ein Server – genauso ein virtueller Server – entsprechend des Client-Server-Modells. Damit ist gemeint, dass ein Client ein Ansuchen (“Request”) an den Server stellt, die der Server mit einer Entgegnung (“Response”) beantwortet. Wie eine Webseite angezeigt wird, ist ein bequemes Beispiel für die Art, wie das Modell arbeitet: Der Browser agiert als Client und fordert vom Server den Inhalt der Website an. Der Server schickt die Response erst, nachdem der Client den Request gesendet hat – von sich aus passiert auf der Seite des Servers absolut nichts. Das Protokoll – ein zusätzlicher Name, der einem in der Netzwerkwelt immer wieder unterkommt – regelt die Übermittlung der Informationen.
Der einfachste Server funktioniert so, dass genau eine Server-Anwendung auf einem einzigen infrage kommenden Host installiert ist. Ein solcher Server wird in der Regel als “dedicated Server” oder zu Deutsch als dedizierter Server benannt. Wer an einem solchen Server Interesse hat, möchte in der Regel Projekte ausführen, die einen größeren Umfang haben, da Gameserver, Datenbankserver oder Dateiserver viel Traffic verursachen.
Ein virtueller Server ist auf der anderen Seite dieses Spektrums zu finden: In diesem Zusammenhang gibt es einen Host und mehrere Server-Programme, die auf diesem einen Host laufen. Die Ressourcen des Hosts werden daher zwischen den einzelnen virtuellen Servern zerstückelt. Als Kunde zieht man Vorteil daraus, dass die Unkosten für die Hardware dividiert werden können. Ein virtueller Server kostet den Kunden also erheblich weniger als etwa ein dedizierter Server. Solche Server nennt man hinsichtlich der Ressourcenteilung ebenfalls Shared Server. Da ein virtueller Server genau wie ein dedizierter Server umfassende Administrationsrechte bietet, erkennt der Kunde in den wenigsten Fällen, dass er auf einem virtuellen Server ist.
Um eine größere Anzahl Ressourcen für virtuelle Server zu bekommen, besteht die Gelegenheit, diverse Hosts zusammen zu schließen – das ist das Gegenteil zu dem weiter oben beschriebenen Arrangement. Ein solcher Verband wird als Computercluster bezeichnet, die Server-Applikation arbeitet in diesem Fall so, dass der Cluster nach außen als ein einzelner Host erkannt wird. Der Client kann nicht entdecken, welcher Host aus dem Cluster die Anfrage bearbeitet, die an den Server geschickt wurde.
Wer nach Webhosting-Angeboten sucht, wird meist auf die Variante “Virtueller Server – mehrere Server auf einem einzelnen Host” stoßen. Dieses Szenario ist vornehmlich für Klein- und Mittelunternehmen geeignet, die eher kleinere Webprojekte verwirklichen wollen. Ein virtueller Server kann wahlweise mit Windows oder Linux als OS gemietet werden.
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