Kann sich die Politik alles erlauben!?

„Wir sind das FBI“, so tönt der anfangs nicht gerade sympathisch wirkende Agent der Bundespolizei in „Zwölf Runden“, dem US-amerikanischen Action-Film, der unlängst mal wieder im deutschen Fernsehen gezeigt wurde. Damit meint er, dass sie, mit viel Technik und Befugnissen ausgestattet, Handys rasend schnell orten können. Besser jedenfalls als die örtliche Polizei … die indes zeigt sich gar nicht so schusselig, wie es die Elite-Polizisten anfangs vermuten.

Dennoch erlebt Detective Danny Fisher eine schlimme Zeit. Denn der international gesuchte Terrorist Miles Jackson, den er schon einmal verhaftete, ist ausgebrochen und hat aus Rache Dannys Freundin Molly Porter entführt. Mit Drohungen, die mit Fotos der gefesselten und geknebelten Frau untermalt werden, hetzt er den Polizisten quer durch die Stadt. Und weiß sich auch ohne Datenschutzbeauftragter-Seminar unsichtbar zu machen und allen Ortungen zu entziehen.

Wir sind die Politiker und Gesetzesmacher, wir können das … das mögen sich auch unsere Damen und Herren Volksvertreter gedacht haben, als sie, in kleiner Runde, das neue Meldegesetzt auf den Weg brachten. Und, gerade so, als ob sie jede Datenschutz Weiterbildung versäumt hätten, der Werbeindustrie und den Adresshändlern großzügige Zugriffsmöglichkeiten auf unsere Namen, Anschriften und Familiengeheimnisse eingeräumt haben.

Doch nun ist der Widerstand groß. Und die Häme deftig. Zumal es nur ein Häuflein Politiker war, dass da, während des Halbfinales gegen Italien, allzu vorschnell abgestimmt hat!